Die Sanierung des Bochumer Stadtparkteichs verfolgt als Hauptziel die Entschlammung des gesamten Regenrückhaltebeckens und damit die Vergrößerung des freien Wasserkörpers. Im Zusammenspiel damit wird die Teichsohle in Teilbereichen vertieft. Dies bringt positive Auswirkungen auf die Wasserqualität, den Lebensraum der Tiere, das optische Erscheinungsbild und nicht zuletzt auch auf die Freizeitnutzung. Die zu erbringende Leistung besteht darin, die konzeptionell erarbeiteten Lösungsideen zur Sanierung des Teichs im Stadtpark entsprechend der Leistungsphasen auszuarbeiten, weiterzuentwickeln und baulich umzusetzen.
Von November 2024 bis Mai 2025 ließ die Stadt Bocholt den Zulauf zum Bocholter Aasee im Rahmen einer wasserbaulichen Maßnahme entsanden. Hintergrund war die zunehmende Verlandung des rund 250 Meter langen Zulaufs, die vor allem durch Einträge in Folge von Hochwasserereignissen verursacht worden war. Zusätzlich hatten sich Sedimente etwa 80 Meter weit in den See ausgebreitet.
Die Sedimente wurden mithilfe eines schwimmenden Saugspülbaggers entfernt. Das Sand-Wasser-Gemisch wurde an den Badestrand gepumpt, in einem Spülfeld sowie in textilen Entwässerungsschläuchen entwässert und fachgerecht verwertet. Insgesamt wurden rund 22.000 Tonnen Sediment aus dem Gewässer entnommen.
Ziel der Maßnahme war in erster Linie die Sicherstellung des Hochwasserschutzes: Der Zulauf zum Bocholter Aasee muss dauerhaft frei bleiben, um bei Starkregen- und Hochwasserereignissen eine ungehinderte Wasseraufnahme und -ableitung gewährleisten zu können. Die ökologische und funktionale Erhaltung des Aasees stellte dabei einen wichtigen Zusatznutzen dar.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Liegewiese mit Sandstrand wiederhergestellt und im Mai 2025 pünktlich zur Badesaison für die Öffentlichkeit freigegeben.
Die Gemeinde Senden plant den im Gemeindegebiet staugeregelten und strukturarmen Gewässerabschnitt umzugestalten und damit die Durchgängigkeit für aquatische Lebewesen wiederherzustellen. Die Planungen werden ins integrierte Stadtentwicklungskonzept eingebunden und dabei wasserwirtschaftliche Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur mit Maßnahmen zur Stadtentwicklung kombiniert. Die Anforderungen aus der Stadtplanung, der begrenzten Flächenverfügbarkeit, dem Denkmalschutz und der Sicherstellung des innerörtlichen Hochwasserschutzes werden von der wasserwirtschaftlichen Planung berücksichtigt.
Der Lippeverband verfolgt entsprechend der Vorgaben des Lippeauenprogramms die Verlegung der Lippemündung in den Rhein, die Aktivierung der Aue und die Herstellung eines breiteren, strukturreicheren und unbefestigten Gerinnes. Dies wird durch zwei Sohlgleiten mit möglichst großer Strukturvielfalt erreicht. Zielsetzungen sind: